Beratung

Über den Umgang mit der Natur und somit auch über deren Zustand entscheiden letztlich nicht Wissenschaftler, sondern Politik und Verwaltung. Mit guten Absichten alleine ist eine solche Aufgabe nicht zu leisten. Es bedarf dazu grundlegender Kenntnisse von den komplexen Zusammenhängen im Haushalt der Natur und den Auswirkungen, die Eingriffe in die verschiedenen Ökosysteme auch langfristig nach sich ziehen.
In der Bereitstellung dieses Wissens und der Beratung der Entscheidungsträger sieht das BfN eine seiner wichtigsten Aufgaben. Das Bundesamt für Naturschutz liefert daher dem Bundesumweltministerium wissenschaftliche Entscheidungsgrundlagen und berät es in allen fachlichen Fragen des nationalen und internationalen Naturschutzes.
Neben der bundespolitischen Kompetenz versteht sich das Bundesamt für Naturschutz auch als enger Kooperationspartner der Länderfachbehörden. Dabei geht es auch darum, vom BfN entwickelte Konzepte und Methoden - z.B. für die Landschaftsplanung, den Arten- oder Gebietsschutz - einheitlich und damit vergleichbar umzusetzen.


Die enge Kooperation mit den Naturschutzverbänden ist für das BfN von zentraler Bedeutung, ebenso die Erarbeitung neuer
Bildungsansätze im Naturschutz, um gerade junge Menschen für die Natur zu begeistern.
Entsprechend dem Leitbild einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen erschließen sich auch neue Tätigkeitsfelder bei der Entwicklung von Kooperationsmodellen zwischen Naturschutz, Wirtschaft und Verwaltung. Beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft,
Sport und Tourismus oder auch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

Eine weitere außerordentlich wichtige Aufgebe erfüllt das Bundesamt für Naturschutz im Zusammenhang mit
internationalen Abkommen. Hierzu gehören beispielsweise:
- das "Übereinkommen über die biologische Vielfalt"
- das Washingtoner Artenschutzübereinkommen
"CITES"
- das europäische Schutzgebietssystem
"Natura 2000"
- das Komitee
"Der Mensch und die Biosphäre" (ein UNESCO-Programm zur nachhaltigen Nutzung der Biosphäre)
