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Zukunftspolitik für ländliche Räume - 2013 und darüber hinaus

Gemeinsame Vision als Grundlage für die Gemeinschaftskonferenz

Die Konferenz war die erste dieser Art auf dem Weg zu einer stärkeren internationalen Vernetzung der Aktivitäten der Naturschutz- und Umweltagenturen im Bereich der europäischen Politik für den ländlichen Raum. Grundlage war eine gemeinsame Vision zur Zukunft des ländlichen Europa: "Landwirte und andere Akteure erhalten eine angemessene Entlohnung für ihre Ökosystemdienstleistungen und dies wird durch eine grundlegende Reform der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik ermöglicht."

Gemeinsam haben sich die beiden Organisationen von der Erkenntnis leiten lassen, dass viele Ziele des Naturschutzes nur durch eine nachhaltige Landbewirtschaftung erreicht werden können. Die Weichen hierfür werden in den nächsten 10-15 Jahren gestellt. Zielvorstellung ist, die gemeinsame europäische Agrarpolitik in eine gemeinsame europäische ländliche Entwicklungspolitik münden zu lassen. Im Zentrum einer solchen ländlichen Entwicklungspolitik sollte die Bedienung der wachsenden Nachfrage nach den vom ländlichen Raum bereitgestellten Umweltgütern und -dienstleistungen stehen. Ein besonderes Gewicht soll hierbei die Betonung der Funktion des ländlichen Raumes und der Agrarwirtschaft im Hinblick auf den Klimawandel erfahren.


Inhalte der Konferenz

Die Konferenz sollte eine Bestandsaufnahme zum Zustand von Natur und Umwelt im ländlichen Raum ermöglichen, die wesentlichen Antriebskräfte für den Wandel benennen, die Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes benennen und Strategien aufzeigen. Der Konferenz lagen Studien zu folgenden Themenbereichen zugrunde:

·    Bestandsaufnahme zum Umweltzustand in Europa
·    Klimawandel und ländliche Umwelt in einem europäischen Kontext
·    Konsumentennachfrage und Angebotsketten
·    Handelsliberalisierung und ländliche Entwicklung

Die Hauptrednerin der Konferenz, EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel, skizzierte die doppelte Herausforderung für die Zukunft: Die Sicherstellung der Umwelt- und naturschutzbezogenen Nachhaltigkeit und die Sicherstellung der Ernährungs- und Energieversorgungssicherheit bei wachsender Nachfrage nach Lebensmitteln und erneuerbaren Energien aus Biomasse.

Die von den Veranstaltern als neue Legitimationsgrundlage für die Zahlung von Einkommensunterstützung ins Gespräch gebrachten so genannten "Eco system services" werden auch von der EU-Kommission im Grundsatz anerkannt. Allerdings verwies Fischer-Boel auf die bislang noch mangelhafte Operationalisierung dieses Anspruchs. Darüber hinaus skizzierte Fischer-Boel die Eckpunkte des zu erwartenden Health-Checks der GAP. Dazu gehören nach dem gegenwärtigen Stand der Überlegungen:

·    Ersatz der freiwilligen durch eine verpflichtende Modulation zwischen 2009 - 2013
·    Abschaffung der Flächenstillegung
·    Flexibilisierung und Vereinfachung der Bestimmungen des Art. 69 Verordnung (EG) 1782/2003 zu nationalen Sonderregelungen (national envelope)


Weitere Informationen

Die Rede von Kommissarin Fischer-Boel ist auch auf der  Website der DG agri veröffentlicht.

Die Studien und Referate der Konferenz werden auf der  Website der Land Use Policy Group präsentiert.

Letzte Änderung: 17.10.2007

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