Schaalsee - Landschaft
Lage:
im Grenzgebiet der Bundesländer Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zwischen Schattin, ca. 3 km nördlich des Ratzeburger Sees und Kölzin, ca. 2 km südlich des Schaalsees
Naturraum:
Lauenburgisch-westmecklenburgisches Seen- und Hügelland
Fläche:
14.695 Hektar Kerngebiet
Projektbeschreibung:

Großflächige, in einem Schmelzwasserrinnensystem der letzten Eiszeit entstandene Seen, Wälder sowie Hoch-, Zwischen- und Niedermoorbereiche prägen das Bild der Schaalsee-Landschaft. Die Seen sind zum großen Teil noch nährstoffarm, der Schaalsee selbst zählt zu den größten Klarwasserseen Deutschlands. Seine Seeufer weisen gut ausgebildete Verlandungszonen (Schilfröhrichte, Seggenrieder und Bruchwälder) auf. Die angrenzende, stark bewegte Moränenlandschaft zeichnet sich durch großflächige, naturnahe Waldgebiete, Moore, Grünlandniederungen und alte Weidelandschaften aus. Das Gebiet ist traditioneller Brut- und Rastplatz seltener Sumpf- und Wasservögel wie z.B. Kranich und Fischadler und Lebensraum des Fischotters sowie zahlreicher gefährdeter Pflanzenarten wie Sumpf-Glanzkraut, Floh-Segge, Blumenbinse und verschiedene Knabenkräuter.
Die Seenlandschaft mit dem Schaalsee als Kernstück soll in ihrer großräumigen Komplexität und ihrem naturnahen Zustand erhalten, optimiert und langfristig gesichert werden. Im Vordergrund steht die eigendynamische Entwicklung der noch sehr naturnah erhaltenen Lebensräume und die Beseitigung naturferner Elemente und nutzungsbedingter Störeinflüsse.
Die Umsetzung der Projektziele und ihre dauerhafte Sicherung erfolgen im Kerngebiet im wesentlichen durch Flächenerwerb, zum Teil ist auch der Abschluss von langfristigen Bewirtschaftungsverträgen geplant. Darüber hinaus werden einmalige biotoplenkende Maßnahmen durchgeführt. Hierzu zählen insbesondere:
- die Wiedervernässung von Hoch- und Niedermooren,
- die Renaturierung von Fließgewässern,
- die Wiederherstellung von Tümpeln,
- die Umwandlung von Acker in Grünland,
- der Umbau in naturnahe Wälder und die Herstellung geschlossener Laubwaldmäntel,
- sowie die Anlage von Wallhecken und anderen Gebüschstrukturen.
Große Teile des Kerngebietes sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiete sowie als Vogelschutzgebiet gemeldet.
Förderzeitraum:
1. Förderzeitraum: 1992 bis 2003, 2. Förderzeitraum: 2005 bis 2009
Finanzvolumen:
1. Förderzeitraum: 20,2 Mio. Euro, 2. Förderzeitraum: rund 5 Mio. Euro
Projektträger:
Zweckverband Schaalsee-Landschaft
Am Markt 10
23909 Ratzeburg
Tel.: (04541) 888-399/416, Fax: (04541) 888-407
E-Mail
Projektförderer:
BMU, Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Zweckverband Schaalsee-Landschaft (WWF Deutschland, Kreise Herzogtum Lauenburg, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust).
Ansprechpartner(in) im BfN:
Dr. Volker Scherfose und Gabriele Niclas
FG I.2.3
Weitere Informationen:
Natur und Landschaft Jahrgang 69 (1994), Heft 7/8, 315 - 322 (
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Zweckverbands "Schaalsee-Landschaft"

