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Grünes Band Rodachtal – Lange Berge – Steinachtal

Bezug zur Nationalen Biodiversitätsstrategie

Logo der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt

Die langfristige Bewahrung des  Grünen Bandes entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs mit seiner außergewöhnlichen Vielfalt an seltenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräumen ist eines der Leuchtturmprojekte der  Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS).
Die Ausweisung ausreichend großer Schutzgebiete und deren Vernetzung zu funktional zusammenhängenden Biotopverbundsystemen sind für die Erhaltung der biologischen Vielfalt von zentraler Bedeutung. Daher gilt es, das nationale Biotopverbundsystem dauerhaft zu sichern und Verbindungsgebiete und -elemente eines länderübergreifenden Biotopverbunds zu etablieren. In diesem Zusammenhang ist der Erhalt des Grünen Bandes in Deutschland ebenso wichtig wie seine Einbettung in das europäische Grüne Band.

Das Projekt

Überreichung des Förderbescheides

Überreichung des Förderbescheids an den Zweckverband durch Frau Gertrud Sahler (Abteilungsleiterin Naturschutz, BMU) und den Bayerischen Staatsminister für Umwelt, Herrn Markus Söder (Foto: F. Reißenweber).

Leitziel des Naturschutzgroßprojektes „Grünes Band Rodachtal“ ist es, zahlreiche naturschutzfachlich wertvolle Lebensräume miteinander zu vernetzen, wobei das Grüne Band als eine Art „Rückgrat“ fungiert: Großflächige Wälder, schützenswerte Kulturlandschaftsbiotope und Fließgewässer sind über funktional geeignete Trittsteine und Korridore daran angebunden.

Konkret ist beabsichtigt, naturnahe Abschnitte des Grünen Bandes im Projektgebiet dauerhaft in ihrer Lebensraum- und Strukturvielfalt zu erhalten und andere Bereiche naturschutzgerecht weiter zu entwickeln. Hierzu zählen auch der dauerhafte Schutz, die Pflege und die Entwicklung wertvoller, seltener oder bedrohter Waldgesellschaften und Kulturlandschaftsbiotope sowie die Fließgewässer-renaturierung in ausgewählten Abschnitten.

Das Kerngebiet des Naturschutzgroßprojektes weist mit ca. 43 % einen hohen Anteil an naturnahen und natürlichen Lebensräumen auf. Hervorzuheben ist hier die große Anzahl an hoch gefährdeten Biotoptypen (Rote Liste 1 bzw. 1 – 2), wie beispielsweise dystrophe Teiche, Europäische trockene Heiden, Übergangs- und Schwingrasenmoore, Kalktuffquellen, Moor- und Auwälder. Bemerkenswert sind überdies die Vorkommen von prioritären Lebensräumen nach der FFH-Richtlinie. Hierzu gehören unter anderem lückige Kalk-Pionierrasen, naturnahe Kalk-Trockenrasen und Schlucht- und Hangmischwälder.

Auch eine Vielzahl von Arten, die vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet sind, leben im Projektgebiet (12 Arten Rote Liste 1, 140 Arten Rote Liste 2). Beispielhaft seien hier Mopsfledermaus, Bekassine, Raubwürger, Edelkrebs, Bachmuschel, Bunte Schwertlilie, Kornrade, und Eichen-Zungenporling erwähnt.

Der Bund unterstützt das Projekt mit insgesamt rund 8,3 Millionen Euro.


Ausblick

Bei dem gerade angelaufenen Projekt wird zunächst in der Förderphase I, die bis 2012 laufen wird, ein detaillierter Pflege- und Entwicklungsplan erstellt, der auf einer ökologischen Bestandsaufnahme basiert und in den auch sozioökonomische Aspekte Eingang finden. Dieser Prozess wird professionell moderiert.

Nach erfolgreichem Abschluss werden die geplanten Maßnahmen in Förderphase II konkret umgesetzt.

Laufzeit

Juni 2010 bis Dezember 2021

Projektträger

Zweckverband „Grünes Band Rodachtal-Lange Berge-Steinachtal“
Landratsamt Coburg
Postfach 2354
96412 Coburg
Tel: 09561 / 514340
Fax: 09564 / 51489340
E-Mail: Frank_Reissenweber@Landkreis-Coburg.de

Beteiligte Partner

BMU/BfN, Freistaaten Bayern und Thüringen, Zweckverband “Grünes Band Rodachtal-Lange Berge-Steinachtal”

Fachbetreuung

Gerd Woithe, Fachgebiet II 2.1

Weitere Informationen

Blick von oben

Feuchtgrünlandbereiche in der Rodachniederung (Foto: K. Leidorf)


Logo chance.natur Bundesförderung Naturschutz
Zwergstrauchheiden

Zwergstrauchheiden und vielgestaltige Wälder prägen weite Abschnitte des Grünen Bandes im Projektgebiet (Fotos: U. Riecken)

Weg auf dem Grenzstreifen


Weg auf dem Grenzstreifen


Weg auf dem Grenzstreifen

Blick auf den Grenzstreifen

Letzte Änderung: 02.08.2010

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