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Die deutschen Biosphärenreservate

In Deutschland gibt es derzeit 13 durch die UNESCO anerkannte Modellregionen:

Kartenausschnitt Niedersächsisches Wattenmeer Hamburgisches Wattenmeer Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen Schaalsee Südost-Rügen Schorfheide-Chorin Pfälzerwald / Nordvogesen Spreewald Vessertal - Thüringer Wald Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft Berchtesgaden Flusslandschaft Elbe Rhön (Thüringen)

Map produced using MAPS 'N' FACTS, The Learning Company software

Klicken Sie in der Karte auf die entsprechenden Biosphärenreservate für weitere Informationen oder nutzen Sie die untenstehenden Linkverweise.

 Flächengröße und Zonierung der deutschen UNESCO Biosphärenreservate und Jahr der Anerkennung, pdf-Datei

Biosphärenreservate in Deutschland
Biosphärenreservat Beschreibung
 Vessertal- Thüringer Wald
Großflächiges Waldgebiet mit Resten naturnaher Bergmischwälder mit Tanne (Abies alba) an ihrer nördlichen Arealgrenze, Silikatblockhalden, Felsen, Hochmooren, eingestreuten Bergwiesen und einem dichten Netz naturnaher Fließgewässer. Vorkommen von Birkhuhn (Tetrao tetrix), Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) und Nordischer Moosjungfer (Leucorrhinia rubicunda).
 Schorfheide-Chorin
Glazial überformte Landschaft (Grund- und Endmoränen, Sander) mit Buchen- und Kiefernwäldern (z.T. alte Hutewälder), Mooren und oligotrophen Seen. Vorkommen von Schreiadler (Aquila pomarina), Kranich (Grus grus) und Sumpfschildkröte (Emys orbicularis).
 Berchtesgaden
Typische Landschaft der nördlichen Kalkalpen mit Bergmischwäldern und montanen Fichtenwaldkomplexen, Gewässern, Rasengesellschaften, Felsschuttfluren. Vorkommen von Steinadler (Aquila chrysaetos), Schneehuhn (Lagopus mutus) und Murmeltier (Marmota marmota).
 Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
 Hamburgisches Wattenmeer
 Niedersächsisches Wattenmeer
Weltweit einzigartiges Wattenmeer, neben der Hochregion der Alpen letzte Naturlandschaft in Mitteleuropa. Sand - und Schlickwatt, Salzwiesen, Dünen, Strände und das Meer sind die prägenden Lebensräume. Wichtiges Watvogel-Rastgebiet (bis zu 1,3 Mio. Vögel, über 30 Arten), z.B. Alpenstrandläufer (Calidris alpina), Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta), Austernfischer (Haematopus ostralegus), Brandgans (Tadorna tadorna). Insgesamt über 2.000 Tierarten, darunter zahlreiche Endemiten; Vorkommen von Kegelrobbe (Halichoerus grypus), Seehund (Phoca vitulina) und Schweinswal (Phocoena phocoena).
 Rhön
Großflächige naturnahe Laubwälder auf Kalkstein und Basalt, Schlucht- und Blockschuttwälder, offene Basalt-Blockschutthalden, Moore, großflächige Bergmähwiesen (Goldhaferwiesen und Borstgrasrasen) und beweidete Halbtrockenrasen, naturnahe Mittelgebirgsbäche mit ihren Auen. Außeralpines Vorkommen des Birkhuhns (Tetrao tetrix), Vorkommen von Raubwürger (Lanius senator) und Berghexe (Chazara briseis).
 Spreewald
Großes Niederungsgebiet mit naturnahen Erlenbruchwaldkomplexen, extensiven Feuchtwiesen und einem weit verzweigten Fließgewässernetz. Vorkommen von Schwarzstorch (Ciconia nigra), Fischotter (Lutra lutra) und zahlreichen Libellenarten.
 Südost- Rügen
Extensiv genutzte, reich gegliederte und vielgestaltige Kulturlandschaft Rügens mit z. B. großflächigen extensiven Schaftriften auf Moränenkernen, Boddenlandschaft, alte Laubwälder (Vilm, Granitz). Vorkommen von Seeadler (Haliaeetus albicilla), Fischadler (Pandion haliaetus), Raubseeschwalbe (Sterna caspia) und Kreuzkröte (Bufo calamita).
 Pfälzerwald
Laubwaldgebiet mit artenreichen Wiesentälern, Bruchwäldern, Nass- und Feuchtwiesen, Nieder- und Zwischenmooren, Quellbereichen. Vorkommen von Wanderfalke (Falco peregrinus), Wildkatze (Felis sylvestris) und Luchs (Lynx lynx).
 Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Teil des größten deutschen Teichgebietes eingebettet in eine von Kiefernforsten, Mooren und Binnendünen geprägten Heidelandschaft; Reproduktionsschwerpunkt des Fischotters (Lutra lutra) in Deutschland, Vorkommen des Ziegenmelkers (Caprimulgus europaeus).
 Flusslandschaft Elbe
Letzter naturnaher Strom Deutschlands; naturnahe Hart- und Weichholz-Auwaldkomplexe, Bruch- und Niederungswälder an den Seitenzuflüssen, in der Aue weite Überschwemmungsflächen mit Stromtalwiesen, Sandufer, Binnendünen mit Sandtrockenrasen und unterschiedlichste Gewässerformen wie Altwasser und Qualmwasserzonen. Lebensraum für den Elbe-Biber (Castor fiber albicus), hohe Weißstorchdichte (Ciconia ciconia), wichtiger Zugkorridor für nordische Gastvögel.
 Schaalsee
Von den Eiszeiten geprägte Kulturlandschaft; kalkreiche, tiefe Seen und Sümpfe, Auenwälder mit Erlen-Eschenwäldern, Bruchwälder, Moore, Trockenrasen, Grünland. Vorkommen von Seeadler (Haliaeetus albicilla), Rotbauchunke (Bombina bombina) und Großer Maräne (Coregonus lavaretus).

Letzte Änderung: 02.09.2008

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