Bundesamt für Naturschutz

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Kommunikation, Information, Bildung

Bildung

Logo Nachhaltig lernen: Bildung für nachhaltige Entwicklung - UNESCO

Umwelt- und Naturbildung haben seit der Initiierung der "Weltdekade der Vereinten Nationen 2005-2014: Bildung für nachhaltige Entwicklung" in vielen Bereichen neuen Auftrieb erfahren. Im Rahmen der Dekade sollen die Anstrengungen für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gebündelt und verstärkt sowie die Erarbeitung von Strategien, Konzepten und Handlungsfeldern in diesem Themenfeld vorangetrieben werden.

Die BNE bietet einen guten Ansatzpunkt, um die Ziele des Naturschutzes in die Gesellschaft zu transportieren. In einem aktuellen  F+E-Vorhaben wird zurzeit eine Plattform für Experten und Expertinnen sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum fachlichen Austausch und zur Entwicklung innovativer Maßnahmen in der naturschutzbezogenen Bildung entwickelt. Schwerpunktthemen dabei sind:  Lebenslanges Lernen (2006; Veröffentlichung liegt vor) Globales Lernen (2007) und Außerschulische Lernorte (2008).

Ein weiteres F+E-Vorhaben untersucht die  Potentiale von Botanischen Gärten, Zoos und Freilichtmuseen als innovative Bildungsorte. Beide Vorhaben wurden als offizielle UN-Dekade-Projekte ausgezeichnet.

Weiterhin fördert das BfN aktuell mehrere Verbändevorhaben, die sich mit angewandter Naturschutzbildung im Sinne einer BNE, insbesondere für Kinder und Jugendliche, beschäftigen.

Eine Übersicht der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU), die gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz erarbeitet wurde, führt zurzeit über 1000  "Einrichtungen der außerschulischen Umweltbildung" auf, die von Nationalparkhäusern bis zu Biologischen Stationen und Jugendwaldheimen reichen.


Mitmachaktionen

Logo Naturathlon

Die Vereinbarkeit von Naturschutz und aktiver Erholung in der Natur wird im Rahmen des  Naturathlon demonstriert. Die Idee, die dahinter steht, ist einfach: Der Naturathlon zeigt, wie jeder beim Sport die Natur genießen kann. Und wenn einfache Regeln beachtet werden, wird die Natur geschont, ohne dass der Spaß am Sport beeinträchtigt wird. Nur wer die Natur bewusst erlebt und genießt, der ist auch bereit, auf sie Rücksicht zu nehmen.

Im Rahmen des Naturathlon 2006 wurde ein Handbuch erstellt, das Ideen für einen Spieleparcours zum Thema Naturschutz präsentiert und Anregungen für ihre Umsetzung gibt.

Natur - Information - Spaß - Erleben. Ideenhandbuch für die Naturschutzkommunikation.  BfN-Skripten 197, 2007, pdf-Datei

Zu bestellen bei: Natur-und-Gesellschaft@bfn.de


Logo Naturdetektive

Die  Naturdetektive sind entstanden, um das "Internationale Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Biologische Vielfalt" in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Ob Schüler und Schülerinnen, Schülergruppen, Schulklassen, Eltern mit ihren Kindern oder Großeltern mit ihren Enkeln, Naturschutzgruppen oder auch Einzelpersonen: Jede und Jeder kann mitmachen!


Naturschutz in der gesellschaftlichen Diskussion

In Zeiten wirtschaftlicher Stagnation und hoher Arbeitslosigkeit wird der Naturschutz oft als "Jobverhinderer" und " Wachstumsbremse" bezeichnet. Auch wenn Naturschutz nicht allein in Zahlen ausdrückbar ist und seine Zielsetzungen weit darüber hinausgehen, so gibt es dennoch vielfältige Beispiele, in denen Naturschutzmaßnahmen sozioökonomischem Mehrwert generieren und damit die Akzeptanz für Naturschutz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhöhen. Eine vom Bundesamt für Naturschutz 2005 in Auftrag gegebene Studie hat diese Argumente zusammen getragen. Die Rechercheergebnisse wurden im Rahmen der BfN-Skripten veröffentlicht, zudem liegt ein kurz gefasstes Faltblatt vor:

Im Rahmen eines weiteren Forschungsvorhabens wurden die Konsequenzen sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (Modernisierung der Verwaltung, Privatisierung, etc.) für den Naturschutz untersucht. Die Ergebnisse des F+E-Vorhabens werdenim Herbst 2008 in der BfN-Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" veröffentlicht.


Handlungsstrategien

Erfolgreiches Handeln im Naturschutz setzt Kenntnisse über Erfolg versprechende Handlungsstrategien voraus. Insbesondere bei der Planung und Umsetzung von kooperativen Naturschutzprojekten können Checklisten und das Wissen über beispielhafte Erfolgsfaktoren hilfreich sein.

In einem Vorhaben wurde untersucht, wie die Akzeptanz von Schutzgebieten erhöht werden kann. Ein anschließender Workshop bot Gelegenheit zur Diskussion praktischer Lösungsansätze. Abschlussbericht und Workshop-Dokumentation wurden in der BfN-Skriptenreihe veröffentlicht:

Das BfN hat zudem in seiner Schriftenreihe zwei weitere Publikationen zu erfolgreichen Handlungsstrategien im Naturschutz vorgelegt:


Akzeptanz

Wattwanderung

Gesellschaftliche Akzeptanz von Konzepten, Instrumenten und Maßnahmen des Naturschutzes hängt in hohem Maße davon ab, wie diese in der Öffentlichkeit positioniert und kommuniziert werden.

Alle Akteure des Naturschutzes aus Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft sind heute dafür sensibilisiert, wie der Naturschutz in der Öffentlichkeit argumentiert und wahrgenommen wird.

Das Bundesamt für Naturschutz hat in den vergangenen Jahren zum Themenfeld Kommunikation und Akzeptanz eine Reihe von Tagungen durchgeführt, deren Ergebnisse in zwei BfN-Skripten veröffentlicht sind:


Informationszentren

Im Rahmen des Fördertitels "Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege" ( E+E-Vorhaben) hat das BfN mit Mitteln des Bundesumweltministeriums die Konzeption, Planung und Umsetzung folgender Einrichtungen gefördert:


Multimar Wattforum Tönning

Die Ansprüche an Naturinformationszentren haben sich im Laufe der vergangenen Dekade gewandelt. Zunehmend haben sie sich auch zu Orten der Kommunikation, des Dialogs, als Foren entwickelt. Neben der Vermittlung der Schönheit und Verletzlichkeit von Natur und Landschaft zielen die Zentren darauf ab, mit den Menschen in Kontakt zu treten. Das Angebot der Einrichtungen geht heute über die Naturpräsentationen hinaus und vermittelt Naturschutz als Kulturaufgabe durch ein Spektrum unterschiedlichster Veranstaltungen (u.a. Lesungen, Konzerte, Diskussionsveranstaltungen, spezielle Veranstaltungen für Kinder wie Workshops oder Kindergeburtstage).

Moderne Öffentlichkeitsarbeit und Marketing mit der Entwicklung einer spezifischen Corporate Identity und eines Corporate Design, Webauftritt etc. sind ebenso unerlässlich wie die Etablierung von Partnerschaften und Gewinnerkoalitionen sowohl geschäftlicher ("fachfremd") als auch ideeller ("fachverwandt") Art, die Gewinnung starker Akteure und Personen als Fürsprecher sowie ein aktives Umfeldmanagement.

Eine Publikation mit dem Titel  "Informieren und faszinieren - Kommunikation in Natur-Infozentren" ist Anfang 2008 in der Schriftenreihe des BfN erschienen. Darin werden theoretische Konzepte für die Naturschutzkommunikation diskutiert und zwei der oben genannten, durch BMU und BfN geförderten Infozentren näher vorgestellt.


Linktipps

 BNE-Portal

Seite der Deutschen UNESCO-Kommision zur Weltdekade der Vereinten Nationen 2005 - 2014

 Transfer 21

Programm der Bund-Länder- Kommission

 Bildungsservice des BMU

Letzte Änderung: 13.06.2008

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