Beispiele naturverträglicher Landbewirtschaftung
Viele Bäuerinnen und Bauern führen Naturschutzmaßnahmen auf ihren Höfen aus Überzeugung durch, vgl.
Niedermaier et al. Sie erbringen damit Leistungen für die Gesellschaft, die ihnen über den Erlös aus der Nahrungsmittelproduktion nicht vergütet werden.
Förderpreis Naturschutzhöfe

Naturverträglich wirtschaftende Landwirte tragen mit ihrer Arbeit maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unseren Kulturlandschaften bei. Die heute vielfach intensive Landwirtschaft kann aber auch negative Auswirkungen für die Natur mit sich bringen, etwa wenn es um den Schutz von Tier- und Pflanzenarten und somit Lebensqualität auch für die Menschen geht. Viele Landwirte in Deutschland engagieren sich deswegen in ihren Betrieben für den Naturschutz. Sie legen zum Beispiel Ackerrandstreifen, Hecken und Streuobstwiesen an oder achten bei der Feldarbeit darauf, dass Biotope und Lebensräume auch auf ihren Betrieben erhalten bleiben.
Solche vorbildliche Leistungen für den Naturschutz zeichnete das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die
Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) erstmals mit dem Förderpreis Naturschutzhöfe aus. Am 13. Februar 2007 übergab Bundesumweltminister Sigmar Gabriel im BfN in Bonn den Preis Naturschutzhöfe 2006. Preisträger 2006 sind der Demeter-Gemischtbetrieb Wüst (Baden-Württemberg), der Grünlandbetrieb Thielecke (Sachsen-Anhalt) und das Bioland-Weingut Ludwig Seiler (Rheinland-Pfalz). Neun weitere Betriebe erhielten eine Auszeichnung.
Der Förderpreis will nicht nur bisherige Leistungen der Höfe belohnen, sondern auch nachhaltig Impulse für zukünftige Maßnahmen, Kooperationen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft sowie der Kommunikation mit allen Interessensgruppen und der breiten Öffentlichkeit geben. Initiiert und durchgeführt wurde der Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL). Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.
Der Förderpreis Naturschutzhöfe ist im Jahr 2008 in eine neue Wettbewerbsrunde gestartet. Ausgezeichnet werden diesmal landwirtschaftliche Betriebe, die durch eine gelungene Öffentlichkeitsarbeit ihre Naturschutzleistungen aktiv nach außen kommunizieren.
