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Naturschutzhöfe 2008


Verleihung des Förderpreises Naturschutzhöfe im März 2007. Foto: Dominic Menzler, Copyright BfN

Verleihung des Förderpreises Naturschutzhöfe im März 2007

Naturschutzhof Februar 2008

Mit Vorwek Podemus, Naturschutzhof des Monats Februar 2008, schließt die Vorstellung der zwölf Naturschutzhöfe ab, die im Rahmen des Förderpreises Naturschutzhöfe im Februar 2007 ausgezeichnet wurden. Die Landwirte haben mit vorbildlichen Leistungen gezeigt, wie sie umfassend und auf vielfältige Weise den Naturschutz in die Praxis und tägliche Arbeit ihres Betriebes einarbeiten.


Hofladen von Vorwerk Podemus in historischem Gewölbe. Foto: Dominic Menzler, Copyright BfN

Hofladen von Vorwerk Podemus in historischem Gewölbe

Der Hof Vorwek Podemus ist ein 280 Hektar großer, innovativer Bio-Betrieb am Rande von Dresden mit eigener Fleischverarbeitung und Direktvermarktung. Ackerbau, Milchvieh, Rinder, Schweine, Schafe, Hühner, Bienen, Hofschlachtstätte und Hofladen gehören zu dem Betrieb in dem 17 Menschen beschäftigt sind.


Betriebsleiterehepaar Probst. Foto: Dominic Menzler, Copyright BfN

Betriebsleiterehepaar Probst

Im Jahre 1991, 30 Jahre nach Verlassen des elterlichen Betriebes, ist Familie Probst nach Dresden zurückgekehrt und hat einen Neuanfang gewagt. Neben dem Betriebsaufbau begannen die Betriebsleiter sich in vorbildlicher Weise der Wiederstrukturierung der Landschaft zu widmen. Von der historisch strukturierten Lößhügellandschaft war bei ihrer Rückkehr nichts mehr übrig geblieben. Familie Probst fand ausgeräumte Landschaft und übernutztes Grünland vor.


Reste strukturreicher Landschaft auf dem Betriebsgelände. Foto: Dominic Menzler, Copyright BfN

Reste strukturreicher Landschaft auf dem Betriebsgelände

Probst ist es auf ihrem Betrieb gelungen, die Landschaft dem traditionellen Vorbild wieder anzunähern. In bedeutendem Umfang wurden Strukturelemente wie Hecken und Baumreihen gepflanzt. Noch erhaltene Restelemente wie Streuobstwiesen und Weinbergsmauern werden gepflegt und erneuert. Zur Schaffung der neuen Landschaftsstrukturen stellt der Betrieb Nutzflächen zur Verfügung. Zur Finanzierung der der Pflanzungen wurden Gelder von öffentlich geförderten Ausgleichsmaßnahmen verwendet.


Neustrukturierung von Landschaft durch Schaffung von Landschaftselementen - Neuanlage eines Feldrains. Foto: Dominic Menzler, Copyright BfN

Neustrukturierung von Landschaft durch Schaffung von Landschaftselementen

Der Betrieb schafft durch die Neugestaltung beeindruckende Veränderungen in der Landschaft. Die ausgeräumten Flächen werden neu strukturiert, der vielseitige Ackerbau trägt zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität in einem sonst von engen Fruchtfolgen geprägten Ackerbaugebiet bei. In der Milchviehfütterung wird Grünland eingesetzt, das in einer der letzten Frischluftschneisen Dresdens liegt. Mit seinen Maßnahmen bereichert das Vorwek Podemus die biologische Vielfalt der Landschaft. Dies wird von der Bevölkerung der Gegend und der Kundschaft sehr wertgeschätzt.

 


Betriebleiter Pößel mit Rotem Höhenvieh. Foto: Dominic Menzler, Copyright: BfN

Betriebleiter Pößel mit Rotem Höhenvieh

Hühner in Freilandhaltung. Foto: Dominic Menzler, Copyright: BfN

Hühner in Freilandhaltung

Truthühner. Foto: Dominic Menzler, Copyright: BfN

Truthühner

Naturschutzhof Januar 2008

Als Naturschutzhof des Monats wird im Januar der Arche-Rhönschafhof der Familie Pößel in Schernberg, Thüringen vorgestellt. Familie Pößel leistet mit großem Einsatz und Herzblut einen besonderen Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen. Rhönschafe, rotes Höhenvieh, Erzgebirgsziegen, Deutsche Sattelschweine, Thüringer Kaltblutpferde, Altdeutsche Hütehunde und verschiedene Hasen- und Geflügelrassen sind auf dem neuen Aussiedlerhof beheimatet. Bereits vor dreißig Jahren nahm sich Familie Pößel dem Rhönschaf an und begann diese Rasse unter den schwierigen Verhältnissen der Landwirtschaft in der DDR zu züchten.


Landschaftspflege mit Rhönschafen. Foto: Dominic Menzler, Copyright: BfN

Landschaftspflege mit Rhönschafen

Der Arche-Rhönschafhof bewirtschaftet insgesamt 337 ha Fläche. Durch Hütehaltung (rund 800 Mutterschafe) und Koppelhaltung (Bockherde und Jungtiere) leistet der Betrieb Landschaftspflege in acht Gemeinden. Streuobstwiesen, Magerrasen, Grünland in Bachtälern, Wegeränder, Hanglagen und Ausgleichsflächen werden mit den Schafen gepflegt. Die Arbeit des Schäfers verlangt einen hohen Grad an Professionalität. Die saisonal unterschiedlichen Futteransprüche der Muttertiere müssen genauso berücksichtigt werden wie die angepassten Beweidungsintensitäten auf den unterschiedlichen Standorten.


Wegesrand, gepflegt mit Schafen. Foto: Dominic Menzler, Copyright: BfN

Wegesrand, gepflegt mit Schafen

Den Förderpreis Naturschutzhöfe erhielt der Arche-Rhönschafhof Pößel für die Leistungen in der Landschaftspflege und den Beitrag zur Erhaltung der regionalen, agrarkulturellen Vielfalt.


Letzte Änderung: 01.02.2008

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