Methoden für ein Monitoring gentechnisch veränderter Organismen
Eine wesentliche Voraussetzung für die Auswertbarkeit und die Vergleichbarkeit der Monitoringdaten ist die Verwendung geeigneter und einheitlicher Methoden. Für das GVO-Monitoring kann in weiten Bereichen auf bekannte und bewährte Erhebungsmethoden zurückgegriffen werden. Es gibt aber auch viele Fragestellungen, die neue Erhebungsmethoden erfordern, wie z.B. molekulargenetische Nachweismethoden. Die Anpassung und Optimierung vorhandener sowie die Entwicklung neuer Methoden sind daher Herausforderungen, die das GVO-Monitoring stellt.
Das Umweltbundesamt und das Bundesamt für Naturschutz haben gemeinsam mit den Ländern Bayern, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen insgesamt acht Modellprojekte durchgeführt, die Methoden für ausgewählte Fragestellungen des Monitorings entwickelten und erprobten (Umweltbundesamt 2003a).
Darauf aufbauend werden derzeit gemeinsam mit dem
Verein Deutscher Ingenieure wichtige Methoden für das GVO-Monitoring standardisiert. Sechs Richtlinien sind bereits abgeschlossen worden und liegen als Weißdruck vor. Weitere 11 Standardisierungsverfahren werden bearbeitet.
Richtlinie 4330
- Blatt 1: Beobachtung ökologischer Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen - Gentechnisch veränderte Pflanzen - Grundlagen und Strategien
- Blatt 3: Pollenmonitoring; Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler
- Blatt 4: Bienenvolk als biologischer Pollensammler
- Blatt 7: Qualitative Verfahren zum Nachweis gentechnisch modifizierter Nukleinsäuren in der Umwelt
- Blatt 9: Erfassung der Diversität von Farn- und Blütenpflanzen - Vegetations-aufnahmen
- Blatt 13: Standardisierte Erfassung von Schmetterlingen (Lepidoptera) - Transektmethode, Lichtfang, Larvalerfassung
Literatur
Umweltbundesamt (Hrsg.) (2003a): Monitoring von Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen. Ergebnisse der Modellprojekte von Bund und Ländern, Fachtagung am 25.5.2003, Berlin - Tagungsband. - UBA-Texte 53/03, Umweltbundesamt, Berlin: 156.
Verein Deutscher Ingenieure (2006): Beobachtung ökologischer Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen. Grundlagen und Strategien. -VDI-Richtlinie 4330, Blatt 1, Verein Deutscher Ingenieure, Düsseldorf: 19 S.
