Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Durchsetzungsfähigkeit von Konzepten, Instrumenten und Maßnahmen des Naturschutzes hängt in hohem Maße davon ab, ob und wie diese rechtlich verwirklicht werden können. Erfolgreiches Handeln im Naturschutz setzt daher auch Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen voraus. Bei der Weiterentwicklung der normativen Grundlagen gilt es, deren Naturverträglichkeit sowie die Regelungseffizienz und -effektivität zu verbessern.
Rechtsquellen des Naturschutzes finden sich auf der Ebene der Kommunen und Länder sowie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene: von Satzungen über Gesetze und Verordnungen bis hin zu EG-Richtlinien und völkerrechtlichen Abkommen. Sie dienen entweder ausschließlich oder zumindest auch dem Schutz von Natur und Landschaft. Ebenso müssen Naturschutzziele in allen anderen Rechtsgebieten Berücksichtigung finden. Innerstaatliche Organe und Individuen sind unmittelbar an das Völkerrecht gebunden, wenn innerstaatlich dessen Geltung angeordnet wird. Im Kollissionsfall zwischen der europäischen und nationalen Regelungsebene besteht ein umfassender Vorrang des europäischen Umweltrechts vor dem nationalen Recht.
Wichtige Rechtsquellen für den Naturschutz sind in der Textsammlung Naturschutzrecht aufbereitet.
zur Textsammlung Naturschutzrecht
