Bundesamt für Naturschutz

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Rote Listen gefährdeter Biotoptypen, Tier- und Pflanzenarten sowie der Pflanzengesellschaften


Rote Listen sind Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, Pflanzengesellschaften sowie Biotoptypen und Biotopkomplexe.

Sie sind wissenschaftliche Fachgutachten, in denen der Gefährdungsstatus für einen bestimmten Bezugsraum dargestellt ist. Sie bewerten die Gefährdung anhand der Bestandsgröße und der Bestandsentwicklung

Rote Listen...

  • dienen der Information der Öffentlichkeit über die Gefährdungssituation der Arten und Biotope;
  • sind als ständig verfügbares Gutachten Argumentationshilfe für raum- und umweltrelevante Planungen;
  • zeigen Handlungsbedarf im Naturschutz auf;
  • erhöhen den politischen Stellenwert des Naturschutzes;
  • sind Datenquelle für gesetzgeberische Maßnahmen und internationale Rote Listen;
  • dienen der Koordination des internationalen Naturschutzes und
  • zeigen weiteren Forschungsbedarf auf.

Rote Listen werden in der Regel von den Naturschutzverwaltungen erarbeitet bzw. herausgegeben.

In Deutschland sind vor allem die Roten Listen des Bundes und der Bundesländer von Bedeutung.

Die Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands beinhaltet Rote Listen zu allen Wirbeltieren und zu ausgewählten Gruppen der Wirbellosen. Insgesamt sind von ca. 45.000 heimischen Tierarten mehr als 16.000 Arten (35 %) hinsichtlich ihrer Gefährdung bewertet worden.

 zu den Roten Listen Tiere

Für die Rote Listen der Pflanzen wurden von den etwa 28.000 in Deutschland beheimateten Arten 13.907 Arten (knapp 50%) auf ihre Gefährdung hin untersucht und bewertet.

 zu den Roten Listen Pflanzen

Die Rote Liste der Pflanzengesellschaften Deutschlands (RENNWALD 2000) wurde auf Grundlage des Gesamtverzeichnisses der in Deutschland vorkommenden Pflanzengesellschaften erstellt, das 788 Assoziationen bzw. Gesellschaften umfasst. In dieser Roten Liste sind sämtliche Gesellschaften einschließlich der nicht gefährdeten aufgeführt.

 zu den Roten Listen Pflanzengesellschaften

Insgesamt lassen sich in Deutschland etwa 690 Lebensraumtypen unterscheiden (ohne rein technische Biotope, wie Straßen, Gebäude, Deponieflächen). Über zwei Drittel (72 %) aller vorkommenden Biotoptypen sind in Deutschland als gefährdet eingestuft.

 zu den Roten Listen Biotope

Informationen zur Erfassung der Datengrundlage und der Analyse des Gefährdungsgrades.

 zur Methodik

Fortentwicklung der Roten Listen

Das Instrument der Roten Listen hat sich insgesamt bewährt. Ein gestiegener Bedarf an Zusatzinformationen und die weiterhin bestehende negative Gefährdungssituation von Arten und Ökosystemen sowie die Erfüllung nationaler Verpflichtungen aus internationalen Vereinbarungen ( z.B. FFH-Richtlinie, Rio-Konvention, Ramsar-Konvention, Bonner Konvention) machen eine Fortschreibung der Roten Listen erforderlich.

 zur Fortentwicklung Roten Listen

Vom BfN herausgegebene Publikationen mit Bestellhinweisen sowie weitere Veröffentlichungen zum Thema.

 zu den Veröffentlichungen


Linktipps

 IUCN Red List

Letzte Änderung: 02.01.2006

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