Städte und Ballungsräume sind von Lärm, Hektik und Belastungen der Luft durch Staub und Abgase geprägt. Hier leben heute über 80 % der deutschen Bevölkerung. Trotz Bevölkerungsrückgang und Schrumpfungsprozessen in einigen Regionen schreitet insgesamt die Suburbanisierung weiter voran. Städte verlieren Bewohner an das Umland, die Bevölkerungszahlen und die verbaute Fläche in den Umlandgemeinden steigen. Somit nehmen auch die funktionalen Verflechtungen zwischen Stadt und Umland weiter zu.
Verbleibende Natur auf Grün- und Freiflächen in den Städten und suburbanen Räumen werden damit immer bedeutender, weil sie den Menschen gesunde und attraktive Lebensbedingungen sowie gut erreichbare Möglichkeiten zur Erholung und Freizeitgestaltung bieten. Darüber hinaus leistet Natur in der Stadt einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, zum Erhalt der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren sowie zum klimatischen Ausgleich und natürlichen Wasser- und Stoffkreisläufen im Siedlungsbereich. Die Aufgaben von Naturschutz und Landschaftspflege enden nicht am Stadtrand, sondern es gilt die biologische Vielfalt und Lebensraumqualitäten gerade auch im Siedlungs- und Stadt-Umlandbereich zu sichern und zu entwickeln.
Grundlagen