Bundesamt für Naturschutz

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Biodiversität im Dorf - entdecken, vermitteln, fördern

Laufzeit:

05/2007 - 04/2008


Problemstellung und Ziele

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Viele Dörfer weisen einerseits eine erstaunlich große Vielfalt an Wildtieren und -pflanzen auf. Darüber hinaus sind noch viele alte Kulturpflanzen und auch alte Haustierrassen zu finden. Anderseits vollzieht sich jedoch in den Dörfern ein starker Nutzungs- und Strukturwandel, zunehmend verschwinden Arten aus dem dörflichen Umfeld. Ländliche Regionen - besonders in suburbanen Räumen, in der nähe von großen Städten und Ballungsräumen befinden sich in einem starken Umbruch. Erwerbsstrukturen haben sich geändert, nur noch wenige Dorfbewohner sind in der Landwirtschaft tätig, viele sind Berufpendler in die Städte. Die Landwirtschaft ist intensiviert worden und Lebensraumstrukturen gehen verloren und damit auch die damit verbundene Artenvielfalt.

Die Erhaltung der Biodiversität im Dorf ist also nur möglich, wenn die Menschen vor Ort sich für den Schutz der Arten-, Sorten und Rassenvielfalt einzusetzen, indem sie ihre Häuser, Hofflächen, Gärten und Obstwiesen entsprechend bewirtschaften und gestalten und sich für den Erhalt und Gestaltung der öffentliche Grünstruktur engagieren. Sie tragen damit auch zur regionalen Identität bei.

Die Tagung mit Workshop setzte sich mit dem Thema auseinander, wie die Biodiversität der dörflichen Kulturlandschaft zu einem Anliegen der Bevölkerung gemacht werden kann. In Zusammenhang mit der Aktion "Unser Dorf hat Zukunft", bei der auch der Naturschutzgedanke immer mehr in den Vordergrund rückt, ist ein wachsendes Interesse an der Thematik vorauszusehen.

Im Verlauf der Veranstaltung wurde einer Reihe von Fragen und Aspekten nachgegangen:

  • Was ist biologische Vielfalt und wie zeigt sie sich insbesondere im dörflichen Bereich?
  • Wodurch wird die Biodiversität gefährdet oder zerstört?
  • Welche Bedeutung, welchen Wert hat sie für die Menschen und ihre Lebensqualität?
  • Wie kann jeder einzelne konkret dazu beitragen, die biologische Vielfalt im dörflichen Bereich zu erhalten und zu fördern?

Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre veröffentlicht. Diese enthält einen detaillierten Überblick über die Artenvielfalt im Dorf sowie Empfehlungen und Anregungen für eine Förderung und Vermittlung des Naturschutzanliegens im ländlichen Raum.

Die Veranstaltung stellt ein Pilotprojekt dar. Sie bietet, gemeinsam mit der Publikation, eine Grundlage bundesweit für weitere Veranstaltungen und Aktivitäten zum Schutz von Biodiversität in ländlichen Regionen.


Bearbeiter:

Dr. Inge Gotzmann, Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Bonn


Ansprechpartner im BfN:

Jens Schiller,  FG II 3.1



Weitere Informationen

 Bund Heimat und Umwelt e.V. (BHU)


Letzte Änderung: 25.06.2007

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