Bundesamt für Naturschutz

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Grünflächen in der Stadt - Chancen für ein erweitertes Naturverständnis

Laufzeit:

ca. 07/2007 - 12/2008


Problemstellung und Ziele

stadtparkteich

Das Projekt verfolgt das Ziel, das städtische Grünflächenmanagement künftig stärker an ökologischen und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten auszurichten. Das bedeutet, dass die Pflegeintensität städtischer Grünflächen in vielen Fällen reduziert werden kann, ohne das dadurch die Nutzungsfähigkeit oder Attraktivität für die Bevölkerung leidet. Zudem wird mit extensiveren Pflegemaßnahmen oder Sukzessionen der Wert der Grünflächen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen gesteigert. Nach und nach setzt sich bei Verwaltung und Kommunalpolitik die Erkenntnis durch, dass extensiv gepflegte Grünflächen und Grünbrachen ohne Pflege auch die Erlebnisqualität und Naturerfahrungsmöglichkeiten, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche erhöhen und damit eine erhebliche soziale Komponente haben.

Künftig wird Flächenrecycling und Rückbau sowie die von der Bundesregierung als Ziel formulierte doppelte Innenentwicklung weitere Grünflächen entstehen lassen, wo extensive Pflege und Bewirtschaftung unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb sollen mit dem Vorhaben auch gleichzeitig die Aspekte Akzeptanz in der Bevölkerung und Kostenreduzierung für die kommunalen Haushalte beleuchtet werden.

Damit kann mit dem Vorhaben generell das Bewusstsein für den Naturschutz im besiedelten Bereich sowohl in der Bevölkerung aber auch bei den Stadtverwaltungen und Komunalpoilitikern geschärft werden und Naturschutz im besiedelten Bereich einen höheren Stellenwert erhalten.

Fachpolitisch entscheidende Fragestellungen des Flächenrecyclings, des Rückbaus und der Innen- und Nachverdichtung in urbanen Räumen als Gegenstand einer nachhaltigen Stadtentwicklung können mit dem Vorhaben ebenso aufgegriffen und aus Sicht des Naturschutzes positiv beeinflusst werden, wie die Strategie zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme sowie die Diskussion über die Rolle des Naturschutzes im besiedelten Raum. Damit wird ein Beitrag zur Erreichung naturschutzfachlicher Ziele der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie im Siedlungsbereich geleistet.

Hervorzuheben ist die mit dem Vorhaben einhergehende Sammlung von guten Beispielen, welche den Städten und Gemeinden sowie anderen Akteuren im Naturschutz bundesweit von großem Nutzen sein kann.

 


Bearbeiter:

Deutsche Umwelthilfe (DUH) Radolfzell


Ansprechpartner im BfN:

Jens Schiller,  FG II 3.1


Weitere Information

 Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)


Letzte Änderung: 25.06.2007

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