VN-Jahr des Ökotourismus/IYE (International Year of Ecotourism)

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2002 zum Jahr des Ökotourismus erklärt und ihre Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) mit dessen Einrichtung beauftragt. Organisatorische Vorbereitung und Betreuung wurden in die Hände des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und der Welttourismusorganisation (WTO) gelegt.
Mit dem IYE wird das Ziel verfolgt bei allen am Ökotourismus Beteiligten die Aufmerksamkeit auf Nutzungsgrenzen und Schutzbedürfnis des natürlichen und kulturellen Erbes zu richten. Das IYE soll die Möglichkeit eröffnen zum weltweiten Erfahrungsaustausch, um dabei Methoden und institutionelle Rahmenbedingungen insbesondere hinsichtlich Planung und Management für eine nachhaltige Ökotourismusentwicklung zu festigen. Die Nationen sind aufgerufen, sich mit entsprechenden Veranstaltungen zu beteiligen. Zentrales Ereignis war der Ökotourismus-Weltgipfel (World Summit on Ecotourism) vom 19. - 22. Mai in Quebec.
Kritik am IYE kommt insbesondere von Nichtregierungsorganisationen. Es wird befürchtet, dass die Auswirkungen des Kampagnejahres ins Gegenteil, in einen zerstörerischen Massen-Naturtourismus umschlagen könnten. Bei ihrer Befürchtung verweisen sie auch auf eine Analogie: Schon einmal haben die VN ein Tourismusjahr ausgerufen, 1967, als das "Internationale Jahr des Ferntourismus".
Begriffe, Hauptkategorien touristischer Konzepte
Im Verlauf der tourismuskritischen Diskussion sind eine Vielzahl von Begriffen und Konzeptideen und Leitbilder entworfen worden.
Sanfter Tourismus
Umweltverträglicher / umweltfreundlicher Tourismus
Ökologischer Tourismus, Naturtourismus
Nachhaltiger Tourismus
Veranstaltungen im Ökotourismusjahr
(durchgeführt oder gefördert vom BfN)
- Trainingsseminar "Ökotourismus in Schutzgebieten der GUS", Bundesamt für Naturschutz (02.04.- 06.04. 2002, BfN/Vilm)
- Fachtagung "Naturparke - eine Chance für die Vermarktung regionaler Produkte". Verband Deutscher Naturparke (VDN) auf der EUREGIA am 31.10.02 in Kooperation mit dem Verband der Naturparke Österreichs
