Internationaler Expertenworkshop: "Perspektiven für die Biodiversität in der europäischen Agrarlandschaft ab 2014" vom 28.-29.11.2011 in Ladenburg

Im Jahr 2003 begann eine grundlegende Umgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union, um neben einer stärkeren Marktorientierung der Landwirtschaft auch Ziele des Natur- und Umweltschutzes besser zu integrieren. Dabei wurde die zuvor an die Produktion gekoppelte Unterstützung der Landwirtschaft an die Einhaltung bzw. Erreichung bestimmter Umwelt- und Tierschutzstandards gebunden. Mit der bevorstehenden Reform der Agrarpolitik für die Periode 2014 - 2020 wird eine weitere Entkoppelung von der Produktion, eine Angleichung der EU-Mitgliedsstaaten und eine Orientierung hin zur Erbringung und Honorierung von öffentlichen Leistungen („public goods“) angestrebt. Diese Prozesse sollen europaweit auch positive Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Umweltziele haben. Ob und inwieweit die GAP diese Ziele erfüllen kann und welche Regelungen hierzu nötig sind, stand im Fokus der Ladenburger Gespräche.
Der Expertenworkshop in Ladenburg diente einem fachlichen Input für alle mit diesem Themenfeld befassten Personen / Institutionen sowie dem Austausch und der Informationsvernetzung von Handlungs- und Entscheidungsträgern, sowie von Wissenschaftlern und Verbandsvertretern.
Teilnehmerkreis
Der Workshop richtete sich an Fachleute, die mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft betraut sind, - Vertretern aus Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft. Die Teilnehmerzahl war auf 50 Teilnehmer begrenzt.
Vorträge
Grundzüge der neuen Agrarpolitik 2014-2020 – Die Legislativ-Vorschläge der EU (249 KB)
Michael Pielke, Europäische Kommission
Die GAP, - Potential der ersten und zweiten Säule der GAP für die Umsetzung von Umweltmaßnahmen (713 KB)
Dr. Bettina Matzdorf, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts-entwicklung (ZALF) Müncheberg
Positive Biodiversitätsansätze der GAP aus einer Analyse von 10 EU-Ländern (328 KB)
N.Kasperczyk / J. Schramek, IflS Frankfurt
Wie viele ökologische Ausgleichsflächen braucht es zur Erhaltung und Förderung typischer Arten des Kulturlands (3,8 MB)
Dr. Markus Jenny, Schweizerische Vogelwarte Sempach
Wirkung von Landschaftsstrukturen auf Umfang und Vitalität von Blütenbestäuber-Populationen (2,3 MB)
Dr. Cathrin Westphal, Prof. Dr. Teja Tscharntke, Universität Göttingen
Analyse und Bewertung der verschiedenen Varianten der Ausgestaltung der Ökologisierung in der Gemeinsamen Agrarpolitik aus Umweltsicht (1,4 MB)
Dr. Rainer Oppermann, Institut für
Agrarökologie und Biodiversität (IFAB)
Agrarumweltmaßnahmen mit Biodiversitätsziel - Umsetzung, Steuerung und Wirkung (325 KB)
Karin Reiter / Dr.Thomas Schmidt, vTI-Braunschweig
Möglichkeiten zum Abbau von Bürokratie bei hoher Wirksamkeit für die Biodiversität aus Sicht der Agrar- und der Umweltverwaltung des Freistaates Bayern (577 KB)
A. Malcharek, Staatsministerium Landwirtschaft Bayern
Ökologische Betriebsberatung in der Praxis – Lernerfahrungen aus der Schweiz für die Europäische Perspektive (373 KB)
Dr. Corinna Zurbrügg, Agrideal
Perspektiven für grüne Zielerreichung in den Niederlanden (490 KB)
Rob Schröder / NN, Alterra, /
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft

