Bundesamt für Naturschutz

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Biologische Vielfalt - was ist das?

Zumindest ist es ein ziemlich schwieriges Wort, denn es bezeichnet drei verschiedene Dinge, die alle irgendwie zusammen gehören.

Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten

Schnecke im Gras

Foto: Helga Gross/pixelio

Wenn du an einem warmen sonnigen Tag in eurem Garten spielst, dann kannst du viele verschiedene Tiere und Pflanzen entdecken. Du siehst Regenwürmer am Boden, Bienen und Käfer in der Luft und Vögel am Himmel. Auch die Pflanzen in eurem Garten sind unterschiedlich. Es gibt welche, die bunt blühen und andere, an denen Früchte hängen. Manche haben Stacheln, andere Nadeln und wieder andere große grüne Blätter. Sie alle gehören verschiedenen Arten an und haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Das ist die Vielfalt der Arten.

 

Die Vielfalt der Lebensräume

Auenwald

Foto: Rainer Sturm/pixelio

Alpen

Foto: Wolfgang Colditz/pixelio

Alle Tier- und Pflanzenarten brauchen ganz bestimmte, unterschiedliche Lebensräume.

Ein Lebensraum ist ein Gebiet in der Natur, in dem Pflanzen und Tiere leben können, zum Beispiel eine Wiese, euer Garten oder ein Teich. Ein Igel fühlt sich in eurem Garten pudelwohl, aber ein Stachelschwein könnte dort nicht leben. Es braucht Wärme und viel mehr Platz. Auch die Pflanzen in eurem Garten blühen dort, weil das genau der richtige Lebensraum für sie ist. In der Wüste würden sie eingehen, während ein Kaktus dort prächtig wächst.

Es gibt also überall auf der Erde verschiedene Lebensräume, die ganz unterschiedlichen Tieren und Pflanzen gute Lebensbedingungen bieten. Das ist die Vielfalt der Lebensräume.

 

 

Die Vielfalt innerhalb einer Art

zwei Schmetterlinge auf einer Blüte

Foto: Dieter Haugk/pixelio

Auch innerhalb einer bestimmten Art sind nicht alle gleich. Schau dir mal deinen besten Freund an: Er hat zwei Augen, eine Nase, einen Mund, zwei Füße und zwei Hände, aber das alles sieht ein bisschen anders aus als bei dir. Bestimmt gibt es Dinge, die ihr beide mögt ‑ vielleicht Fußball spielen oder Lego bauen. Aber mit Sicherheit gibt es auch Einiges, das nur einer von euch mag ‑ vielleicht Milchreis oder lange Witze erzählen. Jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze unterscheidet sich von allen anderen. Das ist die Vielfalt innerhalb einer Art. 

Die Dekade der biologischen Vielfalt

Alles zusammen bildet die „Biologische Vielfalt“. Damit sich alle Menschen bemühen, die biologische Vielfalt auf unserer Erde zu erhalten, sind die Jahre 2011 bis 2020 zur „Dekade der biologischen Vielfalt“ ernannt worden. Wie du die biologische Vielfalt entdecken kannst, erfährst du in unseren  Projektideen.

Biologische Vielfalt zu erhalten, fängt im Kleinen und bei jedem Einzelnen an. Wenn ihr einen Garten habt, schau ihn dir mal genauer an: Gibt es dort Raum für unterschiedliche Tiere, vielleicht auch für seltene Arten? Eine große, gemähte Rasenfläche und rund herum Zierbeete sind zum Beispiel weniger artenreich als ein Garten, in dem es alte Bäume, Hecken, Steine und vielleicht sogar einen Teich gibt.

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Dein Auftrag: Ein Beitrag zur biologischen Vielfalt

Gruppe Kinder

Aktionsidee für Leute mit Garten: Der Igelhaufen

Igel fühlen sich in unaufgeräumten Gärten, in denen es dichte Hecken und Laubhaufen vom letzten Herbst gibt, am wohlsten. Doch auch in eurem Garten könnte mit dieser Aktionsidee bald ein Igel heimisch werden.

Und so geht’s:

Du brauchst: Strauchschnitt, Laub, Rasenschnitt, einen Rechen.

Das tust du: Suche dir zunächst eine geeignete Stelle im Garten. Am besten dort, wo nicht viel los ist und die Tiere später relativ ungestört sind. Bei der nächsten Arbeitsaktion in eurem Garten bist du nun mit dem Rechen zu Stelle und bittest deine Eltern, dir den Strauchschnitt und das Laub zu überlassen. Alles kehrst du nun an der vorher ausgesuchten Stelle zu einem Haufen zusammen. Das wiederholst du so lange, bis der Haufen groß genug ist.

Das wird passieren: Mit Glück und etwas Zeit wird dein Laubhaufen von einem Igel angenommen, der dort vielleicht überwintert. Wenn du den Haufen über das Jahr hinweg immer wieder auffüllst, dann findet ihn vielleicht auch eine Igelmutter irgendwann so attraktiv, dass sie dort sogar ihren Nachwuchs aufzieht.

Übrigens: Igel sind die ärgsten Feinde der Nacktschnecken und können in deinem Garten helfen, diese lästigen Pflanzenfresser in Schach zu halten.

 

Aktionsidee für Leute ohne Garten: Die Wiese im Blumenkasten

Auch, wenn ihr zu Hause keinen Garten habt, kannst du ein kleines Paradies für Insekten schaffen.

Dazu brauchst du: Einen oder mehrere Blumenkästen für Fensterbänke, Blumenerde, Saatgut für Wildblumen.

Und das tust du: Lass dir von einem Erwachsenen helfen, die Kästen auf deiner Fensterbank anzubringen. Nun füllst du die Kästen mit der Blumenerde und gibst den Samen für Blumenwiesen hinein (wie du genau vorgehen musst, steht auf der Rückseite des Tütchens mit dem Saatgut).

Das wird passieren: Nach einigen Tagen wird deine kleine Blumenwiese keimen. Ein paar Wochen später entsteht vor deinem Fenster ein Blütenmeer, in dem sich bald auch Insekten einfinden werden. Nimm dir die Zeit, deine Blumenwiese in Ruhe zu beobachten. Dann wirst du sicher verschiedene Arten entdecken, die sich dort tummeln.

Letzte Änderung: 27.05.2010

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