Europäische Umweltverbände stützen die Positionen von EU-Agrarkommissar Fischler
- Internationaler Workshop von BfN und EURONATUR zur Europäischen Agrarpolitik:
Bonn, 16.09.2002: Auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz und EURONATUR haben sich am Wochenende Vertreter der wichtigsten Umweltverbände aus elf EU-Mitgliedsstaaten und 2 Vertreter des IUCN aus Zentral- und Osteuropa zu einem Workshop zur Europäischen Agrarpolitik getroffen. Ziel der Fachveranstaltung war eine erste gemeinsame Bewertung der Vorschläge der Europäischen Kommission zur Reform des Agrarmarktes (Fischler-Vorschläge"). Die Auswirkungen auf Natur und Umwelt wurden intensiv diskutiert. Die Umweltverbände kamen zu einer insgesamt positiven Gesamtwürdigung der Vorschläge. Insbesondere begrüßten sie eine Entkoppelung der Direktzahlungen von der Produktion, um so die bestehenden Anreize für Intensivproduktion in der Landwirtschaft abzuschaffen. Zugleich forderten sie - wie auch die EU-Kommission- die Bindung der Direktzahlungen an ökologische und soziale Kriterien, die Stärkung der integrierten ländlichen Entwicklung und vor allen Dingen der Agrarumweltmaßnahmen. Kritik übten die Verbände an Detailregelungen zur Auszahlung der Direktzahlungen. Vor allen Dingen befürchten sie, das sich an der Benachteiligung der Gründlandregionen auch künftig nichts ändert.
Die Veranstaltung war der Startschuss zu einer europaweiten Positionierung der Umwelt- und Naturschutzverbände zur Reform der Agrarpolitik. Für weitere Informationen steht auch Lutz Ribbe, als Vertreter des Veranstalters EURONATUR zur Verfügung. (Tel. 02226/2045).
Hinweis:
Neuer Filmspot-Wettbewerb läuft:
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Naturdetektive ermitteln wieder:
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