Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



BfN-Tagung Meeresnaturschutz 1. Dezember 2004:

  • Schutz der biologischen Vielfalt in Nord- und Ostsee verstärken
  • Zehn "Natura 2000-Gebiete" nach Brüssel gemeldet

Stralsund/Bangkok, 29.11.2004:"Mit der Meldung von zehn NATURA 2000-Gebieten in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ = 200 Seemeilenzone) der Nord- und Ostsee an die Europäische Kommission ist ein großer Schritt vorwärts gemacht worden," zog der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Hartmut Vogtmann, im Vorfeld der BfN-Tagung Meeresnaturschutz Bilanz. Vogtmann setze darauf, dass Meeresschutzgebiete einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in allen Weltmeeren leisten. Trotz der nun erfolgten Meldung der deutschen NATURA 2000-Meeresschutzgebiete an die Europäische Kommission sei jedoch keine Zeit, die Hände in den Schoß zu legen. "Es gibt noch sehr viel für die Sicherung der Vielfalt und Schönheit der Arten und Lebensräume unserer Meere sowie deren ökosystemverträglichen Nutzung zu tun," sagte der BfN-Präsident.

Zur Fachtagung zum Meeresnaturschutz in Stralsund im Deutschen Meeresmuseum werden zum 1. Dezember rund 200 Experten aus Wissenschaft und Naturschutzpraxis erwartet. Dort sollen neuste wissenschaftliche Erkenntnisse ausgetauscht und notwendige Schutzmaßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Meeren entwickelt werden.

Vogtmann zeigte sich erfreut, dass schon viele Wissenslücken in deutschen Meeresgebieten geschlossen worden seien: "So wissen wir heute, welche Gebiete für Kleinwale und Seevögel von herausragender Bedeutung sind." Auf der Tagung werden dazu neue Verbreitungskarten der Schweinswale vom Direktor des Deutschen Meeresmuseum Dr. Harald Benke vorgestellt.

Zur Tagung werden u.a. auch Wissenschaftler aus Kanada und England erwartet, die Bilanz über die weiterhin dramatischen Auswirkungen der Fischerei und des Meeresbergbaus ziehen. Weitere Themen sind Meeresschutzgebiete, juristische Fragestellungen sowie die Wiederansiedlung des Störs und der Kegelrobbe in der deutschen Ostsee.


Letzte Änderung: 29.11.2004

 Artikel drucken
 Artikel empfehlen