Waldschäden auch große Gefahr für Naturschutz
Wälder mit standortheimischen Bäumen sind gute Vorsorge
Wildschäden effektiv regulieren
Bonn, 08.12.2004:Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sieht in den dramatisch gestiegenen Waldschäden eine ernsthafte Gefahr für den Naturschutz. "Die Waldböden verlieren zunehmend ihre Regulierungsfunktion", sagte BfN-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Die in weiten Teilen nicht standortangepassten Fichten seien besonders anfällig für die sich abzeichnenden Klimaveränderungen, erläuterte der BfN-Präsident. "Hier muss die Forstwirtschaft weiterhin für einen Waldumbau in Richtung heimischer Baumarten sorgen. Die Novellierung des Bundeswaldgesetzes ist hierfür ein wichtiger Schritt, der keine weiteren Verzögerungen verträgt", so Vogtmann.
Nach Ansicht des BfN müssen ebenso die überhöhten Schalenwildbestände effektiv reguliert werden. Die natürliche Verjüngung der standortheimischen Laubbäume ist in weiten Teilen Deutschlands durch den Wildverbiss nicht möglich. "Daher muss auch das Bundesjagdgesetz dringend novelliert werden", mahnte der BfN-Präsident. An die Jäger appellierte Vogtmann daher, die Jagdgesetznovelle nicht länger zu blockieren. Die Bemühungen der Forstwirtschaft zum Umbau der Bestände würden durch den Wildverbiss großflächig gefährdet "Standortheimische Bestände und ein angepasster Wildbestand sind eine gute Vorsorge für einen stabilen Wald", erklärte Vogtmann.
