Bundesamt für Naturschutz - IDEE.NATUR

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Urbane/ industrielle Landschaften

Naturräume im städtischen Umfeld – sichern, erhalten, verbinden

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung lebt heute in Ballungsräumen. Die verbleibende Natur auf Grün- und Freiflächen dieser urban und industriell geprägten Landschaften ist dabei nicht nur als Freizeit- und Erlebnisraum für die Menschen von Bedeutung. Natur in der Stadt und in industriell genutzten Zonen ist auch wichtig für den Erhalt der Biodiversität.

Viele Tier- und Pflanzenarten, die – insbesondere durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung – in der Kulturlandschaft selten geworden sind, haben sich auf Grün- und Brachflächen in den Siedlungsräumen neue Ersatzlebensräume erobert. In vielen Städten findet man heute mehr Arten und mehr unterschiedliche Biotope als in manchen siedlungsfreien Landschaften. Die Aufgaben von Naturschutz und Landschaftspflege enden darum nicht am Rand der Städte und Industriegebiete. Naturqualitäten sollen auch im Siedlungsraum gesichert und entwickelt werden.

Das ist leichter gesagt, als getan. Viele naturschützerische Ansätze, die sich in der offenen Landschaft bewährt haben, sind auf Siedlungsräume nur schwer übertragbar. Die Spontanvegetation von neuen Brachflächen beispielsweise ist nicht in einem stabilen Gleichgewicht, sondern verändert sich laufend im Rahmen der natürlichen Sukzession. Welcher Schutz und welches Management für solche Flächen angebracht erscheint, wie stark der Mensch in diese urbane oder industrielle „Wildnis“ regulierend eingreift, wie weit er sie nutzt oder einfach nur sich selbst überlässt, wird ein wichtiger Teil der für den Wettbewerb zu formulierenden „Ideenskizzen“ sein.

Ziel ist es, wertvolle Naturpotenziale in innerstädtischen Bereichen und in industriell beeinflussten Regionen zu identifizieren und zu sichern. Chancen hierfür bieten etwa naturnahe Stadtwälder, unverbaute Fluss- und Seenlandschaften sowie Verkehrs- und Industriebrachen. Dabei geht es einerseits um extensives Flächenmanagement, die gezielte Herausnahme von Teilbereichen aus der Nutzung sowie die Einrichtung von Schutz- und Entwicklungsflächen. Wesentliches Ziel ist es aber auch, Konzepte zu entwickeln, wie die Artenvielfalt im Lebensraum „Stadt“ erhalten und wie bestehende, oft inselartige Biotope in Verdichtungsräumen miteinander vernetzt werden können.

Davon profitiert letztendlich auch der Mensch. Brachflächen und andere naturnahe Stadt- und Industriebiotope bieten gerade für Kinder und Jugendliche vielfältige Möglichkeiten, Natur im besiedelten Bereich zu erleben. Der nahe Erholungsraum steigert die Lebensqualität der Anwohner. Doch für diese Einsichten muss man Überzeugungsarbeit leisten. Um „Wildnis“ erfolgreich in die Stadtplanung und das urban oder industriell geprägte Landschaftsbild zu integrieren, ist es oft hilfreich, mit flankierenden Aufklärungs- und Bildungsprojekten die nötige Akzeptanz bei der Bevölkerung zu schaffen und sie zum Mitmachen zu motivieren.

 

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Urbane/ industrielle Landschaften

Wie in Städten und industriell geprägten Regionen Naturschutzgroßprojekte realisiert werden können, ist bis heute nur wenig bekannt.

Zeigen Sie uns, mit welchen neuen Ideen und Konzepten für urbane/ industriell geprägte Gebiete in Ihrer Region dem Naturschutz neue Möglichkeiten und Räume gesichert werden können!

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